Geldsorgen als Azubi?

Der Staat hilft!

Nach der Schule beginnt mit dem Studium oder einer Ausbildung „der Ernst des Lebens.“ Nicht selten bedeutet das auch, dass ihr dafür euer Elternhaus verlasst – oder sogar in eine ganz andere Stadt ziehen müsst. Ein Ausbildungsgehalt kann dann für euren Unterhalt und die Miete monatlich schon schnell zu knapp bemessen sein. Doch macht euch keine Sorgen, denn der Staat unterstützt euch finanziell!

Wenn das monatliche Gehalt zu wenig zum Leben ist, haben junge Auszubildende einen generellen Anspruch auf die sogenannte Berufsausbildungshilfe (BAB). Der monatliche Höchstsatz dieser Unterstützung liegt bei 635 Euro. Sie muss im Nachhinein nicht zurückgezahlt werden. Die Voraussetzung für die staatliche Förderung in der Ausbildung ist, dass die Azubis eine staatlich anerkannte duale Ausbildung machen – also eine Lehre parallel in Betrieb und Berufsschule. Wie hoch die jeweilige Finanzspritze ausfällt, zeigt ein BAB-Rechner der Bundesagentur für Arbeit (www.babrechner.arbeitsagentur.de). Dort könnt ihr die Förderung auch beantragen.

Wer hingegen eine schulische Ausbildung absolviert, hat Anspruch auf Leistungen aus dem Bundesausbildungsförderungsgesetz – besser bekannt unter der Abkürzung BAföG, die ihr sicherlich schon gehört habt. Der Höchstsatz liegt bei 590 Euro und muss ebenso wie die BAB von Schülern später nicht zurückgezahlt werden. Als Berechnungsgrundlage ist das Gehalt der Eltern maßgeblich. Der Antrag auf BAföG geht an das Amt für Ausbildungsförderung in der jeweiligen Stadt oder des Landkreises.

Eine weitere Möglichkeit zur Unterstützung ist die Beantragung von Wohngeld. Dafür müsst ihr volljährig sein und den Ablehnungsbescheid der BAB sowie einen Nachweis vorlegen, dass ihr nicht mehr bei euren Eltern wohnt. Junge Menschen unter 25 Jahren haben außerdem noch Anspruch auf Kindergeld. Jugendliche können den Betrag auch von ihren Eltern einfordern und einen Antrag auf Auszahlung auf das eigene Konto stellen.

Ein Bildungskredit mit zinsgünstigen Raten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder Leistungen nach Paragraf 27 des Sozialgesetzbuches können Jugendlichen in der Ausbildung im Notfall ebenfalls finanziell weiterhelfen.